Gut zu wissen

Wohnen und Miete verstehen

Mietvertrag, Kaution, Nebenkosten und SCHUFA – ein Überblick über Wohnthemen.

Bevor du einen Mietvertrag unterschreibst, prüfe nicht nur die Kaltmiete. Wichtig sind auch Nebenkosten, Kaution, Vertragsbedingungen und mögliche weitere Kosten.

Vor dem Unterschreiben

Geh den Vertrag in Ruhe durch und kläre diese Punkte:

  • Wer ist Vermieter und wer steht im Mietvertrag?
  • Welche Wohnung oder welches Zimmer wird genau vermietet?
  • Wann beginnt das Mietverhältnis?
  • Ist der Vertrag befristet oder unbefristet?
  • Wie hoch sind Kaltmiete und weitere monatliche Kosten?
  • Gibt es besondere Regelungen wie Mindestmietdauer, Staffel- oder Indexmiete?
  • Lies den Vertrag vollständig, bevor du unterschreibst. Wenn dir eine Regelung unklar ist, kläre sie vorher.

Was zahlst du wirklich jeden Monat?

Zwei Begriffe sind auf dem deutschen Wohnungsmarkt üblich.

  • Kaltmiete: die Grundmiete für die Wohnung, ohne die zusätzlich vereinbarten Betriebskosten.
  • Warmmiete: enthält üblicherweise die Kaltmiete plus die vereinbarten Betriebs- oder Nebenkosten.
  • Prüfe im Mietvertrag genau, was enthalten ist. Strom, Internet und andere Verträge können zusätzlich anfallen.
  • Wenn du Betriebskosten als monatliche Vorauszahlung zahlst, wird darüber grundsätzlich jährlich abgerechnet. Danach kann es eine Nachzahlung oder eine Erstattung geben.

Wie funktioniert die Kaution?

Bei Wohnraum darf eine vereinbarte Mietkaution grundsätzlich höchstens 3 Nettokaltmieten betragen.

  • Nettokaltmiete bedeutet: die Miete ohne die als Vorauszahlung oder Pauschale ausgewiesenen Betriebskosten.
  • Eine Geldkaution darfst du in 3 gleichen monatlichen Raten zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.
  • Überweise die Kaution nicht vorschnell, bevor ein seriöser Mietvertrag zustande gekommen ist.

Was ist mit SCHUFA oder Bonitätsnachweisen?

Vermieter möchten häufig wissen, ob die Miete voraussichtlich zuverlässig bezahlt werden kann. Deshalb kann im Bewerbungsprozess ein Bonitätsnachweis verlangt werden.

  • Schicke nicht schon bei der ersten Kontaktaufnahme ungefragt umfangreiche persönliche Finanzdaten.
  • Wenn ein Nachweis nötig ist, verwende möglichst einen Nachweis, der für den Mietzweck gedacht ist und nur die dafür nötigen Angaben enthält.
  • Deine vollständige kostenlose Datenkopie einer Auskunftei enthält meist viel mehr persönliche Informationen, als ein Vermieter für die Entscheidung braucht. Die SCHUFA ist außerdem nicht die einzige Auskunftei.

Einkommensnachweise und Bürgschaft

Je nach Vermieter können später Nachweise zur Finanzierung der Miete verlangt werden.

  • Einkommensnachweis.
  • Nachweis über die Finanzierung des Studiums.
  • Gegebenenfalls eine Bürgschaft.
  • Nicht jeder Vermieter verlangt dieselben Unterlagen. Gib nur die Informationen weiter, die für den jeweiligen Schritt wirklich benötigt werden.

Beim Einzug: Zustand festhalten

Dokumentiere den Zustand direkt bei der Übergabe. Das kann später helfen, wenn unklar ist, ob ein Schaden schon beim Einzug vorhanden war.

  • Vorhandene Schäden und Mängel notieren.
  • Fotos machen.
  • Zählerstände festhalten.
  • Anzahl der übergebenen Schlüssel notieren.
  • Wenn möglich ein Übergabeprotokoll gemeinsam bestätigen.

Kannst du dich dort anmelden?

Wenn die Unterkunft dein tatsächlicher Wohnsitz wird, brauchst du für die Wohnsitzanmeldung grundsätzlich die Mitwirkung des Wohnungsgebers, in der Regel eine Wohnungsgeberbestätigung. Dein Wohnungsgeber muss bei der Anmeldung grundsätzlich mitwirken und dir die Wohnungsgeberbestätigung ausstellen.

  • Wie die Anmeldung genau funktioniert, findest du im Schritt „Wohnsitz anmelden“.

Quelle

Verbraucherzentrale – Mietvertrag und erste Wohnung

Stand der Information
September 2026
Zuletzt geprüft
03.09.2026

Quelle

Make it in Germany – Wohnen und Anmelden

Stand der Information
September 2026
Zuletzt geprüft
03.09.2026

Das ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Prüfe die Angaben bei der offiziellen Quelle.